Donnerstag, 06 Juni 2019 11:25

Firmung im Pastoralverbund

Firm- und Visitationsreise: Weihbischof Matthias König besucht das Dekanat Büren-Delbrück

 „Visitationen dienen der Begegnung, dem Dialog und damit dem vertieften Kennenlernen zwischen Erzbischof, Weihbischöfen, Verantwortlichen in den Pastoralen Räumen sowie den Gläubigen vor Ort. Sie sind ein wertvolles Instrument, um das Miteinander und die Gemeinschaft der Gläubigen in unserem Erzbistum zu fördern und zu stärken.“ So ist es im Vorwort der seit diesem Jahr neu gültigen Visitationsordnung zu lesen.

Im Rahmen seiner Firm- und Visitationsreise wird Weihbischof Matthias König bis Anfang Juli die vier Pastoralen Räume im Dekanat (Delbrück-Hövelhof, Bad Wünnenberg-Lichtenau, Büren und Salzkotten) besuchen. Bei seiner Reise durch das Dekanat wird er zahlreichen jungen Menschen das Sakrament der Firmung spenden und zugleich im Rahmen seiner Visitation mit vielen Menschen aus Kirche, Politik und Gesellschaft ins Gespräch kommen.

Weihbischof König wird bei seiner Visitation Gespräche mit Mitgliedern der Pfarreien, der Pastoralverbundsräte und der Finanzausschüsse, der katholischen Verbände und Einrichtungen und mit den pastoralen Mitarbeitern führen. Bei allen Begegnungen geht es darum, die vor Ort bedeutsamen Themen gemeinsam wahrzunehmen und zu besprechen.

Insgesamt werden es rund 200 Termine sein, die Weihbischof Matthias König ermöglichen sollen, einen Einblick in die pastorale und gesellschaftliche Situation des Dekanats Büren-Delbrück zu erhalten. Bereits im Februar besuchte Weihbischof König einige Schulen im Dekanat und kam mit Schülerinnen, Schülern, Lehrerinnen und Lehrern ins Gespräch.

Ein erster Höhepunkt der Visitationsreise des Weihbischofs war am 7. Mai ein „geistlicher Tag“ mit den pastoralen Mitarbeitern des Dekanates. Angeregt durch die in der neuen Visitationsordnung aufgeführten Zielsetzungen – Stärkung der Gläubigen und Ermutigung der für das kirchliche Leben Verantwortlichen – hatte das Dekanatsteam unter Leitung des Dechanten Bernd Haase bewusst zu diesem Tag am Anfang der Firm- und Visitationsreise eingeladen.

Informationen zum Dekanat sind auf der Homepage www.dekanat-bueren-delbrueck.de zu finden.

 

Stichwort Visitation

Die Visitation ist ein Pastoralbesuch des Bischofs oder seines Beauftragten und dient der Begegnung und dem Dialog des Bischofs mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und mit den Gläubigen. Zugleich ist die Visitation verbunden mit der Prüfung und Feststellung von Gegebenheiten, dir für ein geordnetes und fruchtbares kirchliches Leben in der jeweiligen örtlichen Situation notwendig sind. Der Bischof ist verpflichtet, das Bistum regelmäßig in eigener Person, im Bedarfsfall unter Zuhilfenahme von Beauftragten, zu visitieren. Im Vordergrund der Visitation steht der persönliche Austausch mit den Priestern, Diakonen und mit allen hauptberuflich, neben- und ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Gemeinde.

Zu einer Visitation gehören ebenfalls Besichtigungen von Betrieben, Kontakte zu politischen Amtsträgern, Besuche von Kindertageseinrichtungen, Schulen und Krankenhäusern, sowie Gespräche mit Mitarbeitern der Caritas, Religionslehrern, den Mitgliedern von Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorständen sowie kirchlichen Verbänden und nicht zuletzt auch Gemeindemitgliedern.

Stichwort Firmung

Die Firmung ist die dritte Stufe der Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche. Wodurch wird ein Mensch Christ? Durch die Taufe. Sie ist wie eine Eingangstür, durch die jemand in den Raum der Kirche eintritt. Doch das Christwerden ist mehr als das Überschreiten einer Schwelle. Es ist ein Weg, ein Wachstumsprozess. Deshalb gehören drei Sakramente zur christlichen Initiation, also zur Eingliederung oder Einführung in die Kirche: die Taufe, die Firmung und die Eucharistie.

Das Sakrament der Firmung ist dabei eng mit dem Sakrament der Taufe verbunden. In der Firmung wird das, was in der Taufe grundgelegt wurde, vollendet und bekräftigt. Die Firmung vermittelt in besonderer Weise den Heiligen Geist, der am Pfingsttag den Aposteln geschenkt wurde. Er ermutigt, stärkt und beauftragt zu einem bewussten Leben als Christ in der Nachfolge Jesu. So erklärt sich auch der Name des Sakraments: „Firmung“ (lateinisch: confirmatio) bedeutet „Bekräftigung, Stärkung, Ermutigung“.

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