Orgeln und Organisten

Donnerstag, 03 August 2017 18:08

Organisten und Instrumente in der Kernstadt

 Foto Presse

Erik Strohmeier ist seit dem Sommer 2017 als Kirchenmusiker im Pastoralverbund Salzkotten tätig.

In dieser Zeit gründete er in Kooperation mit der Pfarrgemeinde St. Johannes den Kinder- und Jugendchor Salzkotten, in dem zur Zeit 15 Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren aktiv sind. Im Frühjahr 2018 übernahm er zusätzlich die Leitung des Kirchenchores der Pfarrgemeinde St. Johannes, Salzkotten.

Außerdem etablierte er eine Konzertreihe, die im Advent 2018 startete. Seitdem finden im Verlauf des Jahres verschiedenste Veranstaltungen statt, mit dem Ziel ein Bewusstsein für moderne Kirchenmusik zu schaffen. 
In Kürze wird ausßerdem die Reihe der "Orgelmusiken vor dem Gottesdienst" eröffnet; in den Sommermonaten wird Interessierten ein Mal pro Monat etwa 15 Minuten vor dem Gottesdienst ein Orgelstück unterschiedlichster Epochen vorgestellt und anschließend dann dargeboten. 

Erik Strohmeier bekam seinen ersten Orgelunterricht im Alter von 11 Jahren. Danach setzte er den Unterricht für mehrere Jahre aus und bereitete sich anschließend auf das folgende Studium vor. Er studiert zur Zeit BA katholische Kirchenmusik an der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. Tomasz Adam Nowak (Detmold/Münster). Im Frühjahr 2019 nahm er an einem Meisterkurs bei Olivier Latry (Titularorganist Notre-dame de Paris) Teil. 

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Die Orgel in der Pfarrkirche St. Johannes, Salzkotten

 

Orgel SK - Prospekt.png

Um das Instrument zu verstehen, welches sich heute in der Pfarrkirche befindet, ist es sinnvoll einen Blick auf die Orgeltradition unserer Gemeinde zu werfen. 

Der Blick reicht dabei zurück bis in das Jahr 1740. In diesem Jahr liefert der Orgelbauer Köppelmann aus Lippstadt ein neues Instrument, welches einen äußerst schönen Prospekt aufgewiesen haben sollte. Auch ist überliefert, dass die Orgel nicht wie heute ihren Standort im Turm hatte, sondern davor "lag". 

Im Jahr 1888 beschließt der damalige Kirchenvorstand den Bau einer neuen Orgel. Das barocke Instrument wies so starke Mängel auf, dass es gänzlich unwirtschaftlich gewesen wäre, dieses zu reparieren. Der Auftrag geht an die Orgelmanufaktur Eggert, Paderborn. Ab jetzt stehen die Instrumente nicht mehr vor dem Turm, sondern befinden sich an dem uns vertrauten Standort. 
Im Jahr 1914 wurde dann ein Elektrogebläse eingebaut. Drei Jahre später, nämlich 1917, musste die Pfarrei die Zinnpfeifen aus dem Prospekt zu Kriegszwecken abgeben. 

1939 wurde die Orgel dann von der Firma Anton Feith (Nachfolger Eggerts) umgebaut. Ein Jahr später wird sie von dem damaligen Paderborner Domorganisten abgenommen. Sie besitzt jetzt 25 Register auf 2 Manualen und Pedal. Die Orgel wird zu dieser Zeit als äußerst klangschön bezeichnet. 

1967 wurde dann das Rückpositiv ergänzt. Das Instrument besitzt jetzt 31 Register auf 2 Manualen und Pedal. 

In diesem Zustand befindet es sich noch heute. 

Damit besitzt unsere Pfarrgemeinde ein Instrument von besonderer Bedeutung in der Orgellandschaft Westfalens. Nicht nur kann man anhand der verschiedenen Umbauten und Erweiterungen beobachten, wie sich der Orgelbau während des Übergangs vom 19. in das 20. Jahrhundert entwickelte, sondern auch deutlich feststellen, dass eine Klangschönheit wie sie in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts erreicht wurde, in heutigen Orgeln kaum zu finden ist. Die Orgel in unserer Pfarrkirche ist unbedingt erhaltenswert und ein besonderes Zeitzeugnis verschiedenster orgelbautechnischer Einflüsse. 

Die Disposition der heutigen Orgel

 

Hauptwerk (Manual I)

 

Bordun 16´  (Vorgängerorgel (2 neue Pfeifen))

Principal 8´ (Vorgängerorgel (2 Pfeifen neu))

Gamba 8´ (Vorgängerorgel (2 Pfeifen neu))

Hohlflöte 8´ (Vorgängerorgel (2 Pfeifen neu))

Octave 4´ (Vorgängerorgel (2 Pfeifen neu))

Gedecktflöte 4´ (Vorgängerorgel (2 Pfeifen neu))

Gemsquinte 2 2/3´ (neu)

Mixtur 4-fach (Vorgängerorgel (8 Pfeifen neu))

Trompete 8´ (Vorgängerorgel (2 Pfeifen neu))

 

Rückpositiv

Quintade 8´

Principal 4´

Flöte 8´

Sifflöte 1´

Scharff 1´

 

Schwellwerk (Manual II)

Geigenprincipal 8´ (Vorgängerorgel (14 Pfeifen neu)

Salicional 8´ (Vorgängerorgel (14 Pfeifen neu))

Lieblich Gedeckt 8´ (Vorgängerorgel (14 Pfeifen neu))

Harmoniefllöte 4´ (Vorgängerorgel (14 Pfeifen neu))

Gemshorn 4´ (Vorgängerorgel (14 Pfeifen neu))

Waldflöte 2´ (Vorgängerorgel (14 Pfeifen neu))

Sesquialter 3-fach (Vorgängerorgel (42 Pfeifen neu))

Octavzymbel 3-fach (neu)

Oboe 8´ (neu)

 

Pedal

Violonbass 16´ (Vorgängerorgel (3 Pfeifen neu))

Subbass 16´ (Vorgängerorgel (3 Pfeifen neu))

Gedecktbass 8´ (Vorgängerorgel (3 Pfeifen neu))

Cello 8´ (Vorgängerorgel (3 Pfeifen neu))

Choralbass 4´ (neu)

Posaune 16´ (Vorgängerorgel (3 Pfeifen neu))

[Posaune 16´: Holz, voll ausgebaute Becherlänge]

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Spielhilfen: HR/Adl/Tutti/Crescendowalze/Automatische Pedalumschaltung/Zungenabst.

Koppeln: II/I | I/P | II/P | SuperII | SubII | SuperII/I | SubII/1 | SuperI/P

Effektregister: Zimbelstern

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