Liboriuskapelle

Liboriuskapelle Liboriuskapelle

 

Im Jahre 836 sind die Reliquien des hl. Liborius von LeMans nach Paderborn überführt worden.

Die Gesandtschaft mit den Reliquien kam von Geseke über den Hellweg, überquerte die Heder und macht an der alten Vielser Kirche zum letzten Mal Station, drei Meilen von Paderborn entfernt. Alte Quellen berichten von einem festlichen Gottesdienst mit einer großen Menschenmenge.

Der sächsische Priester Ido berichtet von der Übertragung der Reliquien des hl. Liborius im Jahre 836:

Als das Licht des Pfingstfestes aufstrahlte, am 28. Mai, da waren wir nahe an unserem heiß ersehnten Ziel Paderborn. Die Priester wollten das Messopfer feierlich darbringen in der Nähe eines Flusses mit dem Namen Heder, weil uns eine überaus große Menge umdrängte, damit diejenigen, die wollten, dann zurückkehren könnten und damit nicht die aufgegangene Feldfrucht rechts und links von der Straße durch die unzählbare Menschenmenge Schaden leide.

1150 Jahr später, am 25. Juli 1986, kehrten die Reliquien des hl. Liborius noch einmal nach Salzkotten zurück. Nach einem Pontifikalamt trugen Schützen den Schrein auf dem Rückweg nach Paderborn bis zur Ortsgrenze. Die 4. Kompanie unserer Schützenbruderschaft St. Johannes hat die Liboriuskapelle in ihrer Fahne und damit ein besonderes Patenverhältnis.

Als 1901 der Grundstein für die Liboriuskapelle gelegt wurde, sollte damit ein Nachfolgebau für das alte „Liboriushuiseken“ geschaffen werden, das im 19. Jahrhundert an dieser Stelle gestanden hatte. Das vermutlich barocke Gemälde aus dieser Kapelle ist nach Aussagen von Bauer Wilhelm Jürgens die Vorlage gewesen für das heutige Schnitzbild der Liboriuskapelle. Gebaut wurde die neue Kapelle im neuromanischen Stil mit dem Grundriss eines „Kleeblatts“, womit das Salzkottener Stadtwappen mit seinen drei Salzschaufeln aufgenommen wurde. Mitte der sechziger Jahre war die Kapelle in keinem guten Zustand mehr. Ein Abriss wurde deshalb erwogen. Schließlich entschied man sich für eine umfassende Renovierung in den siebziger Jahren und die Beibehaltung der einzigartigen Treppenanlage vor der Kapelle. Man hatte den Wert dieser für Westfalen einzigartigen Kapelle erkannt.

Zum einhundertjährigen Weihejubiläum am 28. Juli 202 entschloss sich der Kirchenvorstand zu einer Restaurierung. In Absprache mit dem Erzbischöflichen Generalvikariat, dem Landesdenkmalamt, der Stadt Salzkotten als unserer Denkmalbehörde und Architekt Tebel wurde das Konzept erarbeitet. Nach Entfernen der alten Farbschichten, Beseitigung aller Bau- und Putzschäden und Erneuerung des Farbaufbaus sollte die Kapelle betont schlicht wieder ausgemalt werden, damit umso klarer der Liboriusaltar und das Liboriusfenster hervortreten konnten. Ziel war, diese Kapelle als offenkundiges Kleinod unserer Stadt für vielfältige Gottesdienste von St. Johannes und St. Marien neu und schöner wieder herzurichten.

Letzte Änderung am Dienstag, 19 Juli 2022 07:48

Termine St. Johannes Salzkotten

Dienstag, 05. März, 08:00 Uhr - 09:00 Uhr
Hl. Messe (WB)
Freitag, 08. März, 18:00 Uhr - 19:00 Uhr
Hl. Messe (MB)
Dienstag, 12. März, 08:00 Uhr - 09:00 Uhr
Hl. Messe (MB)
Freitag, 15. März, 18:00 Uhr - 19:00 Uhr
Hl. Messe (MB)